Einführung in die
Reaktionskinetik: Bau des zugehörigen
Postionssensors (Wegesensor)
Bernhard Heindl, Rimsting am Chiemsee
(Facharbeit, angefertigt im Frühjahr 1999), Dr.
Gabriel Hetz, Gymnasium Eckental (22.10.2000)
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der folgenden Schaltung, Zeichnung und Anleitung
(Word-Dokument)
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Entwurf und
Anfertigung des SensorsDer Sensor soll in der Lage
sein, das bei der Reaktion gebildete
Wasserstoff-Volumen in Abhängigkeit von
der Zeit zu ermitteln. Ein bei der
Chembox mitgelieferter Tropfenzähler
gibt pro Tropfen ein 5 V TTL - Signal ab,
dem die Chembox ein bestimmtes
kalibrierbares Volumen zurechnet. Dieses
Prinzip wurde auch für den
Positionssensor verwendet. Um das
notwendige TTL-Signal für die Chembox zu
erzeugen, kommen für einen
Positionssensor theoretisch zwei
Möglichkeiten in Frage:
- Optisches Prinzip:
Der Sensor unterbricht
eine Lichtschranke, die dann das
elektrische Signal erzeugt.
- Mechanisches Prinzip: Der Sensor
unterbricht oder schließt einen
5V-Gleichspannungsstromkreis.
Das optische Prinzip arbeitet zwar
weitgehend reibungsfrei, doch ist die
Anfertigung eines geeigneten
Kolbenproberstempels sehr aufwendig. Bei
dem mechanischen Prinzip ist es
schwierig, eine hohe Sensorauflösung zu
erreichen, ohne den Reibungswiderstand
stark zu erhöhen. Es bietet sich aber
eine Mischform beider Prinzipien an:
- Die elektrischen Signale werden
durch die Unterbrechung einer
Lichtschranke erzeugt (optisches
Prinzip).
- Die Lichtschranke wird durch eine
drehbare Lochscheibe
unterbrochen, die durch die
Bewegung des
Kolbenprober-Stempels angetrieben
wird (mechan. Prinzip).
Durch diesen Kompromiss bleibt das
System weitgehend reibungsfrei und der
Sensor mit der Lochscheibe läßt sich
mit relativ wenig Aufwand herstellen.
Vereinfacht wird die Herstellung
auch dadurch, dass dieses Prinzip in
einer handelsüblichen
Computermaus Anwendung findet.
Deshalb werden für den Sensor die
Lochscheibe und die fotoelektrischen
Teile aus einer alten Computermaus (hier:
alte Phillips-Maus) verwendet. Für die
Anfertigung benötigt man noch die
folgenden Teile:
- 4-polige Lüsterklemme
- 7-poligen DIN-Stecker
- 2 Büschelstecker (Durchmesser: 4
mm, rot und schwarz)
- 100 Ohm Widerstand 1/8
Watt (= R1)
- mit Flüssigfolie behandelte
Umlenkrolle
- 2 Abstandshalter
- Kabel und Kabelbinder, Bindfaden,
Gewicht, Schrumpfschlauch
Diese Teile werden -wie in der
folgenden Abbildung zu sehen ist- am
Kolbenprober befestigt.
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Der Aufbau des
Sensors
(Diese Zeichnung sowie die folgende
Schaltung können hochaufgelöst, zum
Ausdrucken hier
downgeloadet werden).
Der Grundaufbau des Sensors besteht
aus dem Kolbenprober, an dem der
eigentliche Maussensor an der Unterseite
befestigt ist. Am Stempel des
Kolbenprobers wird ein Bindfaden
befestigt, der über eine Umlenkrolle
läuft. Um ein Durchrutschen des Fadens
zu verhindern wird die Umlenkrolle mit
Flüssigfolie beschichtet und der Faden
einmal ganz um die Rolle gelegt. Der
Faden wird durch ein leichtes Gewicht
(z.B. einen Nagel) gespannt.
Vor dem Sensor wird an einer
Lüsterklemme die Sensorschaltung
angebracht, die die Schnittstelle zur
Chembox darstellt. Die Abbildung zeigt
den Kolbenprober mit dem Maussensor und
der Schaltung an der Lüsterklemme, die
in Abb. 2.2.1 (siehe oben) noch genauer
beschrieben ist. Weiter sind noch
Abbildungen über den genauen Aufbau des
Maussensors (Abb. 2.2.2) und der Belegung
der 7-poligen DIN-Buchse am
Ereigniszählereingang der Chembox (Abb.
2.2.3) beigefügt. Für den Sensor sind
jedoch nur die Pins 1 und 6
(Zählereingang von Bedeutung).
Der komplette Schaltplan des Sensors
lässt sich aus der folgenden Zeichnung
entnehmen:

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Funktionsweise
des SensorsDamit der
Sensor das gewünschte TTL-Signal
erzeugt, muss man die Büschelstecker an
eine 5V-Gleichspannungsquelle
anschließen (Leider gelang es uns nicht,
diese Spannung aus den 15V, die die
DIN-Buchse der Chembox liefert, zu
erzeugen).
Lässt man dann das beim Versuch
entstehende Gas in den Kolbenprober
strömen, so wird der Stempel nach außen
gedrückt. Dabei bringt er die
Lochscheibe durch den Bindfaden und die
Umlenkrolle in Bewegung. Die
Lichtschranke wird dadurch abwechselnd
unterbrochen und wieder geöffnet. Der
Widerstand im Fototransistor wechselt
dabei von ca. 10 Ohm (belichtet) auf
über 20 Mega-Ohm (unbelichtet). Da der
Eingangswiderstand am Ereigniszähler der
Chembox ca. 300 Kilo-Ohm beträgt, fällt
bei unbelichtetem Fototransistor der
Großteil der Spannung am Transistor
selbst ab, bei belichtetem Fototransistor
dagegen an der Chembox. Diese
Spannungsflanke stellt das Signal für
die Chembox dar.
Um die Spannung an der Leuchtdiode des
Computermaus-Sensors herab zu setzen und
den Stromfluss zu begrenzen, wurde der
Widerstand R1 mit der
Leuchtdiode in Reihe geschaltet.
Das maximale Auflösungsvermögen
dieses Sensors beträgt ca. 0,4 ml, was
für den Versuch vollkommen ausreichend
ist.
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Haftungsausschluss:
Wir übernehmen keine Verantwortung für
Schäden, die durch die Verwendung des oben
beschrieben Sensors an ihrer Chembox eventuell
entstehen.
© Bernhard Heindl, Dr. G. Hetz, 2000
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